MUMON-KAI VERLAG
MUMON-KAI VERLAG

Publikationen

»Wem nur ein einmaliger Sitz sich vollendet ....«

Vom Leben Zen-Meister Hakuins und der Weisheit der Bonsai  

(Sōtetsu Yūzen)

167 Seiten, viele farbige Abbildungen und Kalligraphien, 1. Auflage 2018, 25,- € (gebunden)

».... dem verschwindet unermesslich aufgehäuftes Böses ...«

 

Auf ihn nimmt Sōtetsu Yūzen, selbst Rinzai-ZEN-Meister, nach 54-jähriger Übung des Zazen Bezug.

 

Schon 2006 war Sōtetsu Yūzen maßgeblich beteiligt an der deutschen Erstübersetzung von ›Wilder Efeu‹ (ebenfalls erschienen im Mumon-Kai Verlag), der von Norman Waddell herausgegebenen, selbstverfassten Biographie von ZEN-Meister Hakuin aus dem Amerikanischen.

 

Hakuins ›Chorgesang‹, aus dem der Titel dieses Buches stammt, ist sicher die gelungenste Kurzfassung des ZEN. Er enthält praktische Übungshinweise für Menschen auf der Suche nach sich selbst.

 

ZEN, a-religiös und a-theistisch, befreit vom Glauben an die Abhängigkeit des Menschen von etwas Überweltlichem, Göttlichem.

 

Schritt für Schritt, vertrauend, zweifelnd und mutig, versucht Sōtetsu Yūzen den Weg des ZEN, den Buddha-Weg, zu gehen und an denjenigen weiterzugeben, der Hilfe zur Lebensgestaltung und zur Bewältigung von Lebensproblemen sucht.

 

Das Haiku, eine japanische Kurzgedichtform, benützt Sōtetsu Yūzen, um dem Leser das Verständnis zu erleichtern.

 

Hakuyū, ein heilkundiger Einsiedler, welcher zur Zeit Hakuins lebte, riet:

Erkenne, dass in dir selbst ein Weiser steckt, genauso ungeboren wie Himmel und Erde, genauso unsterblich wie der leere Raum.

 

Meister Sōtetsu Yūzen ist sich sicher:

In einer Zeit der Gier nach immer neuen Events und des unersättlichen Habenwollens kann im Augenblick dieser Erkenntnis deine Anstrengung, natürliches Leben wiederzubeleben, eine Verwirklichung finden.‹ 

 

»Erinnerungen des alten ZEN-Meisters«

Der Lebens- und Übungsweg des Rinzai-Zen-Meisters Sōtetsu Yūzen  

(Sōtetsu Yūzen)

318 Seiten, 60 Sumi-E Tuschen und 8 ganzseitige Kalligraphien, 1. Auflage 2018, 25,- € (gebunden)

Je älter ich werde, umso länger ich auf dem ZEN-Weg gehe, desto mehr gelingt es, das Sein zu spiegeln.

 

Was sich unkommentiert zeigt, lässt mich das Leben - wenigstens am Ende - immer neu und mit kindlichem Erstaunen erfahren.

 

Ihr Wirken zeigt sich im Handeln.

 

Waches Bewusstsein, eine ich-lose Sicht der Dinge und Uneigennützigkeit im Umgang mit allem wird zur Lebensweise.

 

in der Akzeptanz des reinen Soseins gibt es kein Bewerten.

Ohne ich-haftes Denken ist man frei vom Zwang, bewerten zu müssen oder sich bewerten zu lassen.

 

Im Zen heißt es:

Erkenne deinen ursprünglichen Geist.

Außerhalb von diesem gibt es weder wahr noch unwahr.

»Heimkommen - und still ruhen«

Der Kōan-Weg im Rinzai-Zen - eine Einführung

(Sōtetsu Yūzen)

276 Seiten, 28 ganzseitige Tuschen, 2. Auflage 2013, 25,- € (gebunden)

Die Übung des Zen ist nicht Beigabe, Verzierung, modische Innovation –

sie ist radikale Beseitigung jeglicher Illusionen und Glaubensinhalte aus unserem Leben.


Zen ist praktische, im Alltag angewandte Buddha-Lehre. Zen ist eine Lebensweise, welche die Probleme des Lebens, des Todes und eines vermeintlichen Schicksals aus eigener Kraft zu lösen vermag.


Zen ist "Heimkommen", als Kōan-Weg geübt, ein Zurückfinden zu dem, was man wirklich ist.


Jedes Kōan ist ein Angebot, eine Hilfe zur Enttarnung unseres leidverursachenden Egos.
Das Kōan ist mit Vernunft unlösbar.
Ein Sprung auf die intuitive Ebene des Begreifens muss gewagt werden.
Gelingt der Eintritt ins Lotusland, das Wiederfinden ursprünglicher, innerer Freiheit und inneren Friedens, dann ergibt sich ein glückliches Leben – inmitten des Alltagswahnsinns – "und still ruhen" schenkt man sich selbst.

»Tritt durch die Wand«

Die Kōan-Sammlung Mumon-Kan

(Sōtetsu Yūzen)

542 Seiten, 52 Tuschen und 52 chinesische Kalligraphien, 2. Auflage 2013, 38,- € (gebunden)

Tritt durch die Wand – deines Denkens!
Werde wach! Erkenne dich aus eigener Kraft!
Das kann nur geschehen, wenn Denkmauern fallen und keine Glaubensillusionen mehr den lebendigen Augenblick verdecken.


Äußere wie innere Lebenskrisen bestimmen uns.
Wer bin ich? Woher, wohin, wozu lebe ich eigentlich?
Zen erweist sich als Antwort!


Mittels 48 Orientierungshilfen (Kōan) wird ein Weg im Umgang mit dem lärmenden Chaos unseres alltäglichen Lebenswahnsinns gewiesen. Ohne Navi, so weiß der Autofahrer, ist Finden kaum noch möglich. Auch Zen als Weg zur Selbstfindung wie zugleich seine Anwendung im Alltag bedarf der Anleitung und Begleitung durch einen authentischen Meister.


Sōtetsu Yūzen leitet zum Passieren der 48 Kōan des Mumon-Kan an. In 47-jähriger Übung und Schulung hat er Zen als intuitiv-spontanes, klares Handeln erfahren, was nichts mit beliebig modifiziertem Meditations-Seminar-Gehabe zu tun hat.


Einfache, manchmal provokant aufrüttelnde Worte benützend, befreit er die von dem chinesischen Meister Wu-men Hui-k'ai zusammengestellten Kōan von Mystifizierungen sowie aus ihrem oft unverständlichen, philosophisch-literarischen Eingesponnensein.
Frei von esoterischen Allüren erschließt Sōtetsu Rōshi diesen alten, geistigen Schätzen auf lebendige Weise einen Zugang und hilft dem Zen-Schüler, buddhistisch zu erkennen und zu leben.

»Dann geh und wasch deine Eßschalen«

Begegnungen mit Zen-Meister Chao-chou Ts’ung-shen / Jōshu Jūshin

(Sōtetsu Yūzen)

355 Seiten, zahlreiche Kalligraphien und farbige Abbildungen, 2. Auflage 2017, 28,50 € (gebunden)

Nach-Satori-Übung – der Antrieb des scheintoten Ochsen.
Sie führt zurück in vergangene Zeiten des Zen, zu Meister Hakuin Ekaku (1685-1768).


"Später“, so Hakuin, „wurde mir bewusst, dass das in der Stille und Ruhe der Zen-Halle Erfahrene mir fast unmöglich war, im Trubel des Alltags zu bewahren. Von nun an war das Hauptbestreben meiner Nach-Satori-Übung darauf gerichtet, die Übereinstimmung beider Aspekte meines Lebens zu erreichen, den im Klosterleben gewonnenen und den im Alltag gelebten.“


Sōtetsu Yūzen, ein Zen-Meister der Gegenwart, lässt Hakuins Nach-Satori-Übung wieder aufleben.
Dazu verbündet er sich mit Meister Jōshū Jūshin (778-897), entleiht prägnante Ereignisse aus dessen Leben, in denen Jōshū zeigt, wie er mit Hilfe seines spontanen Zen-Geistes Denk-Bastionen und Glaubens-Kathedralen zum Einsturz bringt.


Wie verschlossene Tore muten dem Ungeübten die Begebenheiten um Jōshū an.
48 solcher, für das Wirken des Zen-Geistes meisterlichen Beispiele hat Sōtetsu Yūzen ausgewählt.

Auf welche Weise es dem Zen-Schüler gelingt, diese Tore zu öffnen, zeigt den Grad seines Zen-Verständnisses. Beweist er auch noch die Fähigkeit, den Zen-Weg zu seinem Alltags-Weg werden zu lassen, dann hat er jiriki (jap.), die Kraft zur Selbsterlösung, gefunden.

»Wilder Efeu«

Die selbstverfasste Biographie von Zen-Meister Hakuin Ekaku

315 Seiten, 18 farbige Abbildungen, 2. Auflage 2015, 25,00 € (gebunden)

Titel der engl. Originalausgabe: »Wild Ivy«, Vorwort: Sōtetsu Yūzen Rōshi

 

Bewahrt ihn im Herzen - lebt Hakuin, lebt Zen!
Meister Hakuin Ekaku (1685-1768) war es, der das japanische Zen neu strukturierte. Er ist heute bekannt als einer der kraftvollsten und kreativsten Meister der Rinzai-Schule.


Meister Hakuin besaß eine außerordentliche Kraft des Durchschauens tiefster Zusammenhänge des menschlichen Seins.
Diese Autobiographie enthält Erinnerungen aus der Kindheit, Berichte über seine Zen-Praxis und Erleuchtungserfahrungen ebenso wie praktische Hinweise für Menschen auf der Suche nach sich selbst.
Zen, eine Übung der Innenschau, dient der Selbstfindung und ist gleichzeitig ein Heraustreten aus der Verpflichtung zu einer gläubigen Weltsicht.


Mit beißender Ironie prangert Hakuin Zenji die verkopfte Verwässerung auch heutiger Zen-Praxis an. Er demaskiert Missverständnisse und Missbrauch des Zen und legt dadurch dessen lebendigen Kern buddhistischer Übung und Erfahrung frei.


Durch Entstellungen des Zen, wie sie bei neuzeitlichen esoterischen Anbietern nicht selten vorkommen, wird leider häufig das Tor zu wirkendem Zen verriegelt. Dadurch werden verzweifelte, verirrte und problembeladene Menschen betrogen und um die Chance, sich selbst zu retten, gebracht. Wie wunderbar, mittels "Wilder Efeu" von Meister Hakuin direkt unterwiesen zu werden. Das ist wahre Hilfe zur Selbst-Hilfe.

»Nichts bleibt verborgen ...«

Haiku und Tuschen - Spuren des Zen

(Sōtetsu Yūzen und die Sui-Boku-Dō Gruppe der Ersten Berliner Zen-Gemeinschaft e.V.)

303 Seiten, mit über 500 Haiku und 130 Sumi-E Tuschen, 1. Auflage 2015, 25,00 € (gebunden)

 

Nichts bleibt verborgen ...

... ist das Herz der Sinne Tor

zeigt es sich von selbst.

 

 

Plötzlich ereignet es sich ‒ ein Erlebnis von Zeitlosigkeit inmitten des zeitgeprägten Tagesablaufes, von Formlosigkeit in der endlosen Formenvielfalt, von Freiheit in der Enge einer Pflichtenwelt.
Unerwartet werden wir zum Teilnehmer eines unpersönlichen Geschehens ‒ das uns bewegt.
Wenige Worte reichen, um ihm Ausdruck zu geben. Ein Haiku ist entstanden ‒ ein Kurzgedicht ‒ eine winzige Spur, die zum Begreifen führen kann, dass alles, uns eingeschlossen, zu einem großen Ganzen ohne Anfang und Ende gehört.
Haiku sind wie kleine Gucklöcher in der Wand, die wir durch Denken vor dieses Ganze, vor die Wirklichkeit, gestellt haben.
Auch der Tuschemaler guckt hindurch, beobachtet Tiere, Pflanzen, Dinge alltäglichster Art mit Herzensauge und tuscht, wenige Pinselstriche verwendend, nur das Typische.
Wir erkennen ‒ werden aber nicht festgelegt.
Haiku und Tuschen ‒ hör und schau ‒ lass uns einfach die Freude am Leben und an der Natur miteinander teilen.

»Einander begleiten«

Zen - Haiku - Tuschen

(Sōtetsu Yūzen und die Sui-Boku-Dō Gruppe der Ersten Berliner Zen-Gemeinschaft e.V.)

357 Seiten, mit über 800 Haiku und 100 Sumi-E Tuschen, 1. Auflage 2017, 28,00 € (gebunden)

 

Alles begleitet

einander absichtslos

ein ganzes Leben.

 

 

Zen ist wie ein Blitz.

Alles erhellend zeigt er:

Dinge und Geschehnisse dieser Welt, von unserem Standpunkt, dem abgrenzenden Ich, aus betrachtet, sind nicht in der Seins-Wirklichkeit.

Auch wir Menschen nicht.

Denken trennt uns von dem Augenblick spontanen, wirklichen Erfahrens.

Der Autor, ein Zen-Meister, ruft uns zu:

Rettet euch mit ganzer Kraft! Werft ab, was daran hindert, ihr selbst zu sein.

Seine hier vorgelegten Haiku sind kleine Türen in der Wand des Denkens, die er öffnet – mehr nicht.

Tritt hindurch! Entdecke! Geh’ weiter!

Gefährten des Zen-Weges haben Tuschen dazugelegt – so lassen sie die Wirklichkeit sich spiegeln.

Einander begleitend kann es gelingen, wirklicher,freier und mit mehr Freude zu leben.

 

»Wenn die Steine schwimmen, versinken die Blätter«

Der Lebensweg von Zen-Meister Ryōkan Daigu

(Sōtetsu Yūzen)

252 Seiten 27 farbige, ganzseitige Abbildungen und 5 Kalligraphien 1. Auflage 2000 25,- € (gebunden)

Ryōkan wurde 1758 in Japan geboren. Sein ganzes Leben gleicht dem eines Kindes, voller Einfachheit, ohne falschen Schein. "Die Leute sagen alle", so Ryōkan, "erst werde Mönch und dann studiere Zen - ich aber habe erst Zen studiert und bin dann Mönch geworden."


Wenngleich es Ryōkan mied, sich in der Daseinswelt zu integrieren, so verabscheute er sie nicht. Voller Hingabe folgte er dem Gelübde der Armut.
In diesem Buch dargestellte Episoden seines Lebens lassen uns teilhaben an einer durch Zen erlebten Welt. Sie ist das Un-gesagte, das Un-geformte und das Un-gedachte.
Denken ist Abstraktion. Erfahrung ist Teilnahme.


Wird der Leser zum Teilnehmer, so bemerkt er, dass sich alles unpersönlich ereignet, und er als Wahrnehmender wagt nicht, das Wahrgenommene einfach seinem Ich-Gefühl zu überlassen.
Zentrum von Ryōkans Haiku ist Naturverbundenheit in unverfälschter Reinheit. In seinen Haiku lässt uns Ryōkan einfach mit ihm zusammen an Augenblicken teilhaben. Alle erklärenden Worte verlieren ihre Wirksamkeit.


Teile doch einfach mit ihm die Haiku im Miterleben durch Eintauchen in das Sosein, wo nichts Trennendes Platz findet -und Du teilst mit ihm zusammen die wunschlose Freude am Leben und der Natur.

»Aki no bo - Herbstzeitmönch«

Haiku des Zen-Meisters Sōtetsu Yūzen

252 Seiten, 307 Haiku und 35 ganzseitige Tuschen, 1. Auflage 2007, Kokurin-Verlag Berlin, 17,80 € (broschiert).

Die Welt, mit Zen-Augen betrachtet, ist einerseits flüchtige Illusion, andererseits kann gleichzeitig ihre Unversehrtheit und Reinheit erlebt werden, gelingt ein Wahrnehmen ohne "Ich".

Zen, buddhistische Geistesschulung, leitet nicht dazu an, wie man zu denken habe, sondern wie man sein soll.

Ein Zen-Mensch geht seinen Weg im Licht des Dunkels. Er drängt der Wirklichkeit keine Unterscheidung auf, lässt alles an seinem Platz, zu seiner Zeit und auf seine Weise geschehen. Im Eintauchen in den Augenblick bis auf seinen Grund, dem anfangslosen Ursprung des endlosen Geistes, entdeckt sich wahre Wirklichkeit von selbst.

 

Aki no bo tastet sich auf dem Zen-Weg voran, indem er die Illusionen der Daseins- wie auch einer zu glaubenden Jenseits-Welt entlarvt und zugleich als Daseins-Mensch versucht Lotusland, die Welt des reinen Seins, zu betreten.

Seine 307 zugeworfenen Haiku, eine japanische Kurzgedichtform, können, wenn der Leser sie auffängt, zu einem Spiel werden, in dem Zen, ohne zu denken, spielerisch eben, erfahrbar wird.

35 Tusche-Zeichnungen, optische Spielszenen des Soseins, getuscht von Weggefährten, setzt Aki no bo ein, um das Bewusstsein des Betrachters von jeglichem theoretischen oder gar theologischem Denken zu befreien - zum sich freuen beim Anschauen.

»Nebelgeist und Zen-Besen«

Meister, Schüler und Haiku - Zen-Praxis für den Alltag

(Sōtetsu Yūzen)

192 Seiten, viele Haiku und 19 Tuschen, 1. Auflage 1996, Werner Kristkeitz Verlag, 9,95 €, broschiert.

Der »Nebelgeist«, aus Worten, Begriffen, Bildern und unendlich vielen anderen Dingen zusammengebraut, vernebelt das Erkennen der Wirklichkeit.

Zazen, der »Besen des Zen«, fegt diese Dinge hinweg, die uns daran hindern, unser Sein zu erkennen.

Zazen lässt uns in die Tiefen des wahren Selbst sinken und so zum Prozess des Seins selbst werden. Übrig bleibt nur das Sein als Fluss, der anfangs-, end- und wesenlos strömt.

 

Zen-Meister Sōtetsu Yūzen Rōshi lädt uns in seinen lebendigen Unterweisungen in Form von Vorträgen, Haiku-Dichtung und Erfahrungsberichten ein teilzuhaben an diesem Weg, »Einsicht in uns selbst zu nehmen«.

Bislang unveröffentlichte Texte von Meister Hakuin ergänzen diesen Band zu einem einzigartigen Handbuch.

»When the old Zen-master was 21«

22 Jazz-Stücke, unerhört fetzig interpretiert von Zen-Meister Sōtetsu Yūzen

(Sōtetsu Yūzen)

22 Stücke, vom amerikanischen Jazz und Swing über das französische Chanson bis hin zum japanischen Kinderlied, neu interpretiert von Zen-Meister Sōtetsu Yūzen

Der jetzt 78-jährige Zen-Meister Sōtetsu Yūzen erinnert sich manchmal, wenn er nachts in den Sternenhimmel schaut, an die Zeit, als er 21 Jahre alt war. Damals, nach erfolgreichem Schulabschluss und in den ersten Semesterferien des gerade begonnenen Medizinstudiums, fuhren Sōtetsu und sein Freund Ucki nach Südfrankreich. In der idyllischen, kleinen, felsigen Bucht von Cassis trafen sie zwei Mädchen. Ucki freundete sich mit der Chinesin Francis Bong an und Sōtetsu mit einer Indonesierin ebenso langen Namens wie langen schwarzen Haares.
Er nannte sie kurz Sue.
Tags spielten sie, schwammen und sonnten sich. Nachts, im Mondschein auf dem schmalen Strand am Rande der Felsen, entzündeten sie getrocknetes, gesammeltes Treibholz zu einem kleinen Feuer und tanzten zu den hier vorgelegten Musikstücken, die leise vom Band eines kleinen Kassettenrekorders erklangen.
Es war eine glückliche Zeit.

Später fielen Sōtetsu zu einigen dieser Takes Texte ein.
Erst vor kurzem noch fand er einen Text für ›Sweet Sue‹, den er, unbeeindruckt von seinem Alter, einfach zu einem berühmten, historischen Swing-Quartett mitsang. In den beiliegenden kleinen Booklets sind alle Texte aufgeschrieben. Sollten sie auch euch gefallen, dann hört einfach nur zu oder singt mit oder tanzt dazu.
Auch wenn euer Herz manchmal traurig ist ‒ Sōtetsu ist sich sicher ‒ machen die Songs es wieder froh.
Und wenn nicht ‒ dann schaltet den Rekorder aus, setzt euch still hin, atmet tief ein und aus, lasst die Gedanken ruhen und übt so, wie der Buddha es auch tat.
Diesem Rat seit 54 Jahren selbst folgend, grüßt Euch Sōtetsu Yūzen und wünscht ein glückliches, langes Leben.

 

 

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