Titel der engl. Originalausgabe: »Wild Ivy«, Vorwort: Sōtetsu Yūzen Rōshi
Bewahrt ihn im Herzen - lebt Hakuin, lebt Zen!
Meister Hakuin Ekaku (1685-1768) war es, der das japanische Zen neu strukturierte. Er ist heute bekannt als einer der kraftvollsten und kreativsten
Meister der Rinzai-Schule.
Meister Hakuin besaß eine außerordentliche Kraft des Durchschauens tiefster Zusammenhänge des menschlichen Seins.
Diese Autobiographie enthält Erinnerungen aus der Kindheit, Berichte über seine Zen-Praxis und Erleuchtungserfahrungen ebenso wie praktische Hinweise für Menschen auf der Suche nach sich
selbst.
Zen, eine Übung der Innenschau, dient der Selbstfindung und ist gleichzeitig ein Heraustreten aus der Verpflichtung zu einer gläubigen Weltsicht.
Mit beißender Ironie prangert Hakuin Zenji die verkopfte Verwässerung auch heutiger Zen-Praxis an. Er demaskiert Missverständnisse und Missbrauch des Zen und legt dadurch dessen lebendigen Kern
buddhistischer Übung und Erfahrung frei.
Durch Entstellungen des Zen, wie sie bei neuzeitlichen esoterischen Anbietern nicht selten vorkommen, wird leider häufig das Tor zu wirkendem Zen verriegelt. Dadurch werden verzweifelte, verirrte und
problembeladene Menschen betrogen und um die Chance, sich selbst zu retten, gebracht. Wie wunderbar, mittels "Wilder Efeu" von Meister Hakuin direkt unterwiesen zu werden. Das ist wahre
Hilfe zur Selbst-Hilfe.
(Mori ni-unsui)
Aus der Vortragsreihe der ZEN-Nonne Mori entstanden diese Bände der »Durstigen Fische«.
Wer also nicht bei den Vorträgen im ZEN-Zentrum Takuju-Haus in Berlin dabei sein kann oder die Vorträge noch einmal nachlesen möchte, hat hier die Gelegenheit:
Die Themen von Band 1:
- Ein Tag ohne Zeit an einem Ort ohne Raum
- Leiden
- Hektik
- Angst
- Depression
- Ich-los leben
- Freiheit
- Freude
- Liebe
- Jeder Tag - schönster Tag
(Mori ni-unsui)
Aus der Vortragsreihe der ZEN-Nonne Mori entstanden diese Bände der »Durstigen Fische«.
Wer also nicht bei den Vorträgen im ZEN-Zentrum Takuju-Haus in Berlin dabei sein kann oder die Vorträge noch einmal nachlesen möchte, hat hier die Gelegenheit:
Die Themen von Band 2:
- ZEN
- Wer bin ich wirklich?
- Vom Sinn des Lebens
- 10 wichtige Schritte in der ZEN-Übung
- Hier und Jetzt
- Scheitern im ZEN
- Upaya - geschickte Mittel
- Weltmacht mit 3 Buchstaben: ICH
- Gemeinschaft
Tritt durch die Wand – deines Denkens!
Werde wach! Erkenne dich aus eigener Kraft!
Das kann nur geschehen, wenn Denkmauern fallen und keine Glaubensillusionen mehr den lebendigen Augenblick verdecken.
Äußere wie innere Lebenskrisen bestimmen uns.
Wer bin ich? Woher, wohin, wozu lebe ich eigentlich?
Zen erweist sich als Antwort!
Mittels 48 Orientierungshilfen (Kōan) wird ein Weg im Umgang mit dem lärmenden Chaos unseres alltäglichen Lebenswahnsinns gewiesen. Ohne Navi, so weiß der Autofahrer,
ist Finden kaum noch möglich. Auch Zen als Weg zur Selbstfindung wie zugleich seine Anwendung im Alltag bedarf der Anleitung und Begleitung durch einen authentischen Meister.
Sōtetsu Yūzen leitet zum Passieren der 48 Kōan des Mumon-Kan an. In 47-jähriger Übung und Schulung
hat er Zen als intuitiv-spontanes, klares Handeln erfahren, was nichts mit beliebig modifiziertem Meditations-Seminar-Gehabe zu tun hat.
Einfache, manchmal provokant aufrüttelnde Worte benützend, befreit er die von dem chinesischen Meister Wu-men
Hui-k'ai zusammengestellten Kōan von Mystifizierungen sowie aus ihrem oft unverständlichen, philosophisch-literarischen Eingesponnensein.
Frei von esoterischen Allüren erschließt Sōtetsu Rōshi diesen alten, geistigen Schätzen auf lebendige Weise einen Zugang und hilft dem Zen-Schüler, buddhistisch zu erkennen und zu leben.
Die Übung des Zen ist nicht Beigabe, Verzierung, modische Innovation –
sie ist radikale Beseitigung jeglicher Illusionen und Glaubensinhalte aus unserem Leben.
Zen ist praktische, im Alltag angewandte Buddha-Lehre. Zen ist eine Lebensweise, welche die Probleme des Lebens, des Todes und eines vermeintlichen Schicksals aus
eigener Kraft zu lösen vermag.
Zen ist "Heimkommen", als Kōan-Weg geübt, ein Zurückfinden zu dem, was man wirklich ist.
Jedes Kōan ist ein Angebot, eine Hilfe zur Enttarnung unseres leidverursachenden Egos.
Das Kōan ist mit Vernunft unlösbar.
Ein Sprung auf die intuitive Ebene des Begreifens muss gewagt werden.
Gelingt der Eintritt ins Lotusland, das Wiederfinden ursprünglicher, innerer Freiheit und inneren Friedens, dann ergibt sich ein glückliches Leben – inmitten des Alltagswahnsinns – "und still ruhen"
schenkt man sich selbst.
Nach-Satori-Übung – der Antrieb des scheintoten Ochsen.
Sie führt zurück in vergangene Zeiten des Zen, zu Meister Hakuin Ekaku (1685-1768).
"Später“, so Hakuin, „wurde mir bewusst, dass das in der Stille und Ruhe der Zen-Halle Erfahrene mir fast unmöglich war, im Trubel des Alltags zu bewahren. Von nun an war das Hauptbestreben meiner
Nach-Satori-Übung darauf gerichtet, die Übereinstimmung beider Aspekte meines Lebens zu erreichen, den im Klosterleben gewonnenen und den im Alltag gelebten.“
Sōtetsu Yūzen, ein Zen-Meister der Gegenwart, lässt Hakuins Nach-Satori-Übung wieder aufleben.
Dazu verbündet er sich mit Meister Jōshū Jūshin (778-897), entleiht prägnante Ereignisse aus dessen Leben, in denen Jōshū zeigt, wie er mit Hilfe
seines spontanen Zen-Geistes Denk-Bastionen und Glaubens-Kathedralen zum Einsturz bringt.
Wie verschlossene Tore muten dem Ungeübten die Begebenheiten um Jōshū an.
48 solcher, für das Wirken des Zen-Geistes meisterlichen Beispiele hat Sōtetsu Yūzen ausgewählt.
Auf welche Weise es dem Zen-Schüler gelingt, diese Tore zu öffnen, zeigt den Grad seines Zen-Verständnisses. Beweist er auch noch die Fähigkeit, den Zen-Weg zu seinem Alltags-Weg werden zu lassen, dann hat er jiriki (jap.), die Kraft zur Selbsterlösung, gefunden.
Das Buch ›Es ist noch kein Meister vom Himmel gefallen‹ ist eine umfassende selbstgeschriebene Biographie des Rinzai-ZEN-Meisters Sōtetsu Yūzen.
Es beginnt bei der Geburt, Kindheit, Vertreibung und Flucht, beschreibt die Nachkriegszeit, Elternhaus und Schulzeit von Sōtetsu Yūzen Rōshi, sein Studium der Buddha-Lehre, die Gründung von Mumon-Kai, der Ersten Berliner ZEN-Gemeinschaft e.V., das Üben unter verschiedenen ZEN-Meistern und Episoden von seinen Japan-Reisen.
Seine Dharma-Übertragung und Mönchsordination sowie die Gründung von ZEN-Gemeinschaften in Deutschland, Österreich und Polen finden eine detaillierte Beschreibung.
An der Entstehung eines Sangha, einer Mönchsgemeinschaft, kann der Leser teilhaben.
Buddhistisches Übungs- und Alltagsleben eröffnet einen Einblick in ZEN-gemäße Übung.
Erstmals findet das Leben und Wirken eines deutschen Rinzai-ZEN-Meisters umfassende Darstellung.
Je älter ich werde, umso länger ich auf dem ZEN-Weg gehe, desto mehr gelingt es, das Sein zu spiegeln.
Was sich unkommentiert zeigt, lässt mich das Leben - wenigstens am Ende - immer neu und mit kindlichem Erstaunen erfahren.
Ihr Wirken zeigt sich im Handeln.
Waches Bewusstsein, eine ich-lose Sicht der Dinge und Uneigennützigkeit im Umgang mit allem wird zur Lebensweise.
in der Akzeptanz des reinen Soseins gibt es kein Bewerten.
Ohne ich-haftes Denken ist man frei vom Zwang, bewerten zu müssen oder sich bewerten zu lassen.
Im Zen heißt es:
Erkenne deinen ursprünglichen Geist.
Außerhalb von diesem gibt es weder ›wahr‹ noch ›unwahr‹.
(Sōtetsu Yūzen und die Sui-Boku-Dō Gruppe der Ersten Berliner Zen-Gemeinschaft e.V.)
Nichts bleibt verborgen ...
... ist das Herz der Sinne Tor
zeigt es sich von selbst.
Plötzlich ereignet es sich ‒ ein Erlebnis von Zeitlosigkeit inmitten des zeitgeprägten Tagesablaufes, von Formlosigkeit in der endlosen Formenvielfalt, von Freiheit in der
Enge einer Pflichtenwelt.
Unerwartet werden wir zum Teilnehmer eines unpersönlichen Geschehens ‒ das uns bewegt.
Wenige Worte reichen, um ihm Ausdruck zu geben. Ein Haiku ist entstanden ‒ ein Kurzgedicht ‒ eine winzige Spur, die zum Begreifen führen kann, dass alles, uns eingeschlossen, zu einem großen Ganzen
ohne Anfang und Ende gehört.
Haiku sind wie kleine Gucklöcher in der Wand, die wir durch Denken vor dieses Ganze, vor die Wirklichkeit, gestellt haben.
Auch der Tuschemaler guckt hindurch, beobachtet Tiere, Pflanzen, Dinge alltäglichster Art mit Herzensauge und tuscht, wenige Pinselstriche verwendend, nur das Typische.
Wir erkennen ‒ werden aber nicht festgelegt.
Haiku und Tuschen ‒ hör und schau ‒ lass uns einfach die Freude am Leben und an der Natur miteinander teilen.
(Sōtetsu Yūzen und die Sui-Boku-Dō Gruppe der Ersten Berliner Zen-Gemeinschaft e.V.)
Alles begleitet
einander absichtslos
ein ganzes Leben.
Zen ist wie ein Blitz.
Alles erhellend zeigt er:
Dinge und Geschehnisse dieser Welt, von unserem Standpunkt, dem abgrenzenden Ich, aus betrachtet, sind nicht in der Seins-Wirklichkeit.
Auch wir Menschen nicht.
Denken trennt uns von dem Augenblick spontanen, wirklichen Erfahrens.
Der Autor, ein Zen-Meister, ruft uns zu:
›Rettet euch mit ganzer Kraft! Werft ab, was daran hindert, ihr selbst zu sein.‹
Seine hier vorgelegten Haiku sind kleine Türen in der Wand des Denkens, die er öffnet – mehr nicht.
Tritt hindurch! Entdecke! Geh’ weiter!
Gefährten des Zen-Weges haben Tuschen dazugelegt – so lassen sie die Wirklichkeit sich spiegeln.
Einander begleitend kann es gelingen, wirklicher,freier und mit mehr Freude zu leben.
252 Seiten, 307 Haiku und 35 ganzseitige Tuschen, 1. Auflage 2007, Kokurin-Verlag Berlin, 17,80 € (broschiert).
Die Welt, mit Zen-Augen betrachtet, ist einerseits flüchtige Illusion, andererseits kann gleichzeitig ihre Unversehrtheit und Reinheit erlebt werden, gelingt ein Wahrnehmen ohne "Ich".
Zen, buddhistische Geistesschulung, leitet nicht dazu an, wie man zu denken habe, sondern wie man sein soll.
Ein Zen-Mensch geht seinen Weg im Licht des Dunkels. Er drängt der Wirklichkeit keine Unterscheidung auf, lässt alles an seinem Platz, zu seiner Zeit und auf seine Weise geschehen. Im Eintauchen in den Augenblick bis auf seinen Grund, dem anfangslosen Ursprung des endlosen Geistes, entdeckt sich wahre Wirklichkeit von selbst.
Aki no bo tastet sich auf dem Zen-Weg voran, indem er die Illusionen der Daseins- wie auch einer zu glaubenden Jenseits-Welt entlarvt und zugleich als Daseins-Mensch versucht Lotusland, die Welt des reinen Seins, zu betreten.
Seine 307 zugeworfenen Haiku, eine japanische Kurzgedichtform, können, wenn der Leser sie auffängt, zu einem Spiel werden, in dem Zen, ohne zu denken, spielerisch eben, erfahrbar wird.
35 Tusche-Zeichnungen, optische Spielszenen des Soseins, getuscht von Weggefährten, setzt Aki no bo ein, um das Bewusstsein des Betrachters von jeglichem theoretischen oder gar theologischem Denken zu befreien - zum sich freuen beim Anschauen.
(Sōtetsu Yūzen)
192 Seiten, viele Haiku und 19 Tuschen, 1. Auflage 1996, Werner Kristkeitz Verlag, 9,95 €, broschiert.
Der »Nebelgeist«, aus Worten, Begriffen, Bildern und unendlich vielen anderen Dingen zusammengebraut, vernebelt das Erkennen der Wirklichkeit.
Zazen, der »Besen des Zen«, fegt diese Dinge hinweg, die uns daran hindern, unser Sein zu erkennen.
Zazen lässt uns in die Tiefen des wahren Selbst sinken und so zum Prozess des Seins selbst werden. Übrig bleibt nur das Sein als Fluss, der anfangs-, end- und wesenlos strömt.
Zen-Meister Sōtetsu Yūzen Rōshi lädt uns in seinen lebendigen Unterweisungen in Form von Vorträgen, Haiku-Dichtung und Erfahrungsberichten ein teilzuhaben an diesem Weg, »Einsicht in uns selbst zu nehmen«.
Bislang unveröffentlichte Texte von Meister Hakuin ergänzen diesen Band zu einem einzigartigen Handbuch.
© Mumon-Kai Verlag 2026